Fr. 12. Februar 2016 – 18.00 Uhr

Lena Szankay – Buenos Aires/ o.T. Thomas Wunsch – Wiesbaden

 
Begrüssung: Natalja Nasta
Einführung: Christoph von Löw

Lena Szankay

„Die Ausstellung »Rompecabezas« [dt. Puzzle, wörtlich: Kopfzerbrecher] der argentinischen Fotografin vereint eine Serie von Handyfotografien, die die visuelle Omnipräsenz politischer Agitation im Straßenbild von Buenos Aires dokumentieren.Lena Szankay wurde 1965 in Buenos Aires geboren und wuchs in Argentinien, Deutschland und Peru auf. Als junge Erwachsene lebte sie über 20 Jahre in Berlin, bis sie vor 7 Jahren entschied, nach Argentinien zurückzukehren.
Seit ich wieder in Argentinien lebe, kann ich mich vom Thema Politik nicht fernhalten. Hier wird alles von dieser Thematik durchkreuzt, in anderem Maße, als ich es von anderen Ländern kenne. Auch zwischenmenschlichen Beziehungen, egal ob in der Arbeit, oder unter Freunden, werden davon berührt. Es fühlt sich an wie die klebrigen Reste eines Spinnennetzes. Es nimmt viel Raum ein, in meinem Kopf, in meinen Gefühlen. Ich konnte nicht gleichgültig bleiben. Ich musste irgendetwas damit machen.Die am Lette-Verein ausgebildete Fotografin hat sich für bei diesem Projekt für die Arbeit mit der Handykamera entschieden, weil sie damit fotografieren konnte, ohne Aufsehen zu erregen.
Und weil Bilder heute wie nie zuvor angeeignet, gepostet und reproduziert werden, gehört es zum Konzept dieser Fotoinstallation, dass die Besucher Kopien der Bilder mitnehmen dürfen – einzelne Fotografien oder den Gesamtkatalog. Rompecabezas stellt das Prinzip limitierter Auflagen in des Mediums Fotografie in Frage – eines Mediums, das per se unendlich reproduzierbar ist.“ (Quelle: HAUS am KLEISTPARK-Berlin)
http://www.lenikem.com/
 

Thomas Wunsch

„Thomas Wunsch beschäftigt sich schon seit über dreißig Jahren intensiv mit der Fotografie. Mit 17 Jahren erster
Aufenthalt in den USA, wo er Mitglied in der Kodak Young Photographer´s League wurde. 1980 gründete er ein Fotostudio
in Hamburg und widmete sich der kommerziellen Fotografie mit den Schwerpunkten Mode, Still Life und
Portrait (er machte Aufnahmen von Barbra Streisand, Sir George Solti, Frank Zappa, Yoko Ono, Debra Winger,
Ai Weiwei, Daniel Barenboim uva.). 1983 und 1984 gab es die ersten beiden Ausstellungen seiner Fotografien in der
Hamburger Galerie Palme. 1984 übersiedelte Thomas Wunsch in die USA, wo er viele Jahre festangestellter Standfotograf
in einem Filmstudio war. Im Jahr 2000 entstanden die ersten abstrakt-expressionistischen Fotos. Diese Bilder
wurden bereits in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und von dem renommierten Münchener Plattenlabel
ECM für LP- und CD-Cover verwendet. “
(Edition Camos -München)
http://wunsch-photography.com/