„ich bleibe“

`Gucken in die Röhre´Betrachtungsröhren von Winter/Hoerbelt
Medieninstallation anlässlich der VKUNST VII 2015 in Frankfurt am Main

9. Mai 14. Juni 2015
Vernissage: Samstag, 9. Mai 2015 – 19:00Uhr
Begrüßung: Natalja Kreiter (kvfm)
Einführung: Andreas Greulich & Christoph von Löw (Kuration)

Öffnungszeiten:
Mi./Do./Fr. 15:00 – 18:00Uhr + Sa./So. 13:00 – 19:00Uhr

Trotzig kann es klingen, aber auch hoffnungsvoll, das „ich bleibe“ des vkunst-Themas 2015. Zwei Wörter, die wie der Slogan einer aufmüpfigen Jugendkultur klingen. Einer Kultur, einer Haltung, die sich nicht vertreiben lässt. Nicht aus ihren Stadtvierteln, nicht aus den Köpfen ihrer Zeit, nicht von ihren Proteststandpunkten. „ich bleibe“ ist aber auch die ängstliche Erwiderung auf die Vergänglichkeit. Die Vergänglichkeit unserer Person, und die Vergänglichkeit unserer Zeit. Will nicht gerade die Kunst gegen das Vergängliche angehen?

 

Illustration: vkunst

„ich bleibe“, eine Aussage, deren Wortlaut gleich bleibt, die jedoch Ausdruck tiefster Selbstsicherheit als auch fundamentaler Verunsicherung sein kann, die zeitlos und doch aktuell ist. Auf welche Punkte in diesem Spektrum richten die Künstler ihren Fokus? Steht die philosophische Annäherung im Vordergrund oder vielmehr die politische, soziale Betrachtung? Dem nachzuspüren ist die Aufgabe von vkunst frankfurt 2015.“
[Andreas Greulich/Christoph von Löw]


Winter/Hoerbelt verwenden in ihren weltweit gezeigten Installationen oftmals Plastik-Kisten, die sie aus dem Transportkreislauf des Getränkehandels entnehmen und zu Baumodulen ihrer begehbaren Pavillons – oder wie in diesem Falle zu iener röhrenartigen Großskulptur transformieren. Sie nehmen in ihrer Formgebung und Proportion Bezug auf das Tonnengewölbe des Ausstellungsortes Kunstverein Familie Montez. Die beiden jeweils aus 297 roten Saftkisten, weichen Schaumstoffmatten und konstruktiv eingesetzten Materialien bestehenden Skulpturen sind anlässlich des vkunst Videoprojektes mit Bildschirmen bestückt. Besucher sollen sich eingeladen fühlen, sich in die Röhrenbauten zu begeben und einzeln oder im Beieinanderliegen ausgewählte Arbeiten der VKUNST VII 2015
bequem anzuschauen oder auch friedlich einzuschlafen. Die im labilen Gleichgewicht gelagerten und leicht wippenden Röhren sind gleichermaßen als autonome Skulpturen erfahrbar.

 

Foto: Winter/Hoerbelt

 

In der Installation sind Arbeiten folgender Künstlerinnen und Künstler zu sehen:
Vasilis Karvounis, Markus Winkler, Diego Vivanco, Lukas Adolphi, Oihana Cordero, Seweryn Żelazny, Ela Goldman, Beatrix Simkó & Daniel Dömölky, Christine Cronjé, Euan Paul Williams, Jacek Ludwig Scarso, Martha Dimitratou, Thadeusz Tischbein & Ingolf Höhl, Tobias Becker, Nina Hoffmann, Anne-Theresa Wittmann, Bauhaus Weimar, Ann Schomburg, Franz Reimer, Olga Guse, Lisa Weber, Martin Wenzel, Younes Baba-Ali, Jule Körperich, Constantin Hartenstein, Daniel Pešta, Meike Redeker, Michael Schwarz, Johanna Reich, Clara Aparicio Yoldi, Henriette Hellstern, Steffen Köhn, Kuesti Fraun, Moritz Schlegelmich, Yeonho Jang

 

+++

Die Künstler:

Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt arbeiten seit 1992 unter dem Namen Winter/Hoerbelt zusammen. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt worden, u.a. Skulptur. Projekte in Münster (D), La Biennale di Venezia (IT), The Liverpool Biennial (GB), Yokohama Triennale (JP), APAP Anyang (SK) und sind als permanente oder temporäre skulpturale Installationen an verschiedenen Orten weltweit zu sehen.

 

+++

 Weitere Informationen zur Veranstaltung  VKUNST VII 2015

Vom MMK Museum für Moderne Kunst bis zum Main verwandeln an zwei Abenden rund 25 Galerien und Ladenlokale die Fahrgasse zur „Ausstellungshalle ohne Dach“ – aktuelle Tendenzen und Strömungen internationaler Videokunst.

 

 

Vom 08. Mai bis 14. Juni 2015 präsentiert vkunst frankfurt zum siebten Mal aktuelle Tendenzen und Strömungen internationaler Videokunst. Ausgewählte Arbeiten werden über einen Zeitraum von einem Monat (9. Mai – 14. Juni) in den Räumen des Kunstvereins Familie Montez e.V. in der Honsellbrücke gezeigt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden für die Werke Betrachtungsräume durch das Künstlerduo Winter/Hoerbelt errichtet.


VKUNST VII 2015 – FRANKFURT AM MAIN

Die Kuratoren Christoph von Löw und Andreas Greulich haben mit vkunst frankfurt eine jährlich stattfindende Plattform für internationale Medienkünstlerinnen und -künstler geschaffen, die Raum bietet für Projektionen, interaktive Installationen und animierte Computerkunst. 40 internationale Positionen, ausgewählt aus rund 300 Einreichungen, bilden einen Querschnitt unterschiedlicher Herangehensweisen an das jährlich wechselnde Thema.


MEDIENKUNSTPREIS „VKUNST“

Zum dritten Mal in Folge wird auch in diesem Jahr der mit 2.500 Euro dotierte Medienkunstpreis „vkunst“, gestiftet von Jochen Latz, verliehen. Die Jury bestand in diesem Jahr aus dem Biennale-Künstler Tobias Rehberger, Mirek Macke, dem Leiter des Kunstverein Familie Montez, und dem Sammler Mario von Kelterborn.

 

 

 

 

 

 


Die Ausstellung wird unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt

Share This: