28.3.26 – 26.4.26 | Vernissage Freitag, 27. März 2026, 18 Uhr

„Lara Weiler_Pressfoto“: Lara Weiler vor ihrem Bild “Die Ente riecht das Gras“, 2025, Acryl und Ölfarbe auf Leinwand, © Valerius Gallery

Künstlerinnen: Caroline Froissart, Lara Weiler, Gabrielle Zimmermann
Titel: „Von Stoff und Körpern. Präzise Erzählungen über Identität und Selbstbild“
Eröffnung: Freitag, 27. März 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Hortense Pisano u. a., Kuratorin, die Künstlerinnen sind anwesend
Laufzeit: Sa. 28. März bis So. 26. April 2026

Unter dem Titel „Von Stoff und Körpern“ rückt die kommende Ausstellung im großen Raum des KVFM
ausgewählte Arbeiten von drei Gegenwartskünstlerinnen in den Fokus. Caroline Froissart wird
Zeichnungen vorstellen. Die körperorientierten Motive entfalten bewusst ein Verwirrspiel zwischen
Figuration und Abstraktion. Die junge Malerin Lara Weiler präsentiert neue Bilder und Zeichnungen.
Ihre präzise ausgeführten Werke, Art Porträts – Weiler nennt sie „Alltagshelden“-, besitzen einen
markant eigenen Stil. Parallel dazu wird Gabrielle Zimmermann die Besucher:innen in die
subjektive, mediale Körperwelt der Künstlerin eintauchen lassen.

Auf ihre ganz eigene Weise nähern sich die präsentierten Künstlerinnen Fragen nach Identität, Körper
und dem eigenen Selbstbild. Es wird ein Diskursfeld eröffnet, das anhand der unterschiedlichen
künstlerischen Positionen gesellschaftsrelevante Fragen aufwerfen möchte, nach dem Recht zur
Selbstbestimmung etwa. Die Ausstellung möchte anhaltende Genderstereotypen und soziale
Perspektiven sichtbar machen, Alltagsmaterialien neu kontextualisieren und zum gesellschaftlichen
Dialog anregen. Darüber hinaus geht es auch darum, Fragen aufzuwerfen, so etwa, welche Anliegen
von Künstlerinnen im Kunstbetrieb und im Berufsalltag inzwischen fest verankert sind.
Die vorgestellten Arbeiten entfalten ein vielschichtiges Spannungsfeld zwischen Körper, Identität,
Alltagsobjekten und sozialen Rollen. Mal provokant und bunt, mal figurativ und mal eher abstrakt, mal
still und die Zeit anhaltend verbinden sie ästhetische und konzeptuelle Ebenen und möchten somit
einen lebendigen visuellen Erzählraum eröffnen.

Caroline Froissart erschafft Zeichnungen und Objekte, die zwischen Unbeschwertheit und
Ernsthaftigkeit oszillieren. Formen, Farben und Worte werden kombiniert, um eine Vieldeutigkeit
entstehen zu lassen. Ihr künstlerische Schwerpunkt liegt auf der Zeichnung. Ihre Objekte entstehen
zugleich aus Zeichnungen, oft spontan inspiriert von kurzen, absurden Sätzen oder Refrains, die wir
oft hören und mit denen wir uns identifizieren. Geboren in Nancy (F), lebt und arbeitet sie als
Zeichnerin, Bildhauerin und Illustratorin in Frankfurt am Main. Sie ist u. a. Absolventin der „École
nationale supérieure d’art et de design de Nancy“ (2005).

Lara Weiler setzt gebrauchte Alltagsobjekte als poetische Träger emotionaler und gesellschaftlicher
Spuren ein und positioniert ihre Arbeiten bewusst als Gegenpol zur Konsumkultur. Weiler (*1999) ist
Absolventin der Hochschule für bildende Künste (HBKsaar). 2024 hat sie ihr Studium mit einem
Master erfolgreich bei Prof. Gabriele Langendorf, im Fachgebiet Freie Kunst, an der HBKsaar
abgeschlossen. Noch im gleichen Jahr wurde sie mit dem Prix Pierre Werner (Luxemburg)
ausgezeichnet. Die Künstlerin lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Luxembourg. Die
Valerius Gallery in Luxembourg richtete der Künstlerin in 2026 soeben eine Einzelausstellung aus.

Medienkünstlerin Gabrielle Zimmermann (Video) arbeitet materialbasiert, sie verarbeitet
vorgefundene Abfallprodukte (Plastik vor allem) aus dem Konsumalltag sowie aus der
Schönheitsindustrie. Immer wieder wird auch der eigene Körper zum Ausgangspunkt ihrer Video-,
Sound- und installativen Raumarbeiten sowie in Performances, um ökologische und existenzielle
Fragen zu thematisieren. Zimmermann (*1971 in Stuttgart) lebt und arbeitet als Künstlerin
freischaffend vorwiegend in Stuttgart. Derzeit absolviert sie ein Atelierstipendium in Spanien.
Kuratoren-Führung durch die Ausstellung: am 19. April 2026, 15 Uhr u. n. V.

Der Eintritt ist frei.

Für Text- und Bildanfragen zur Ausstellung senden Sie bitte eine E-Mail an Hortense Pisano
(Autorin u. freischaffende Kuratorin) an: mail@hortensepisano.de 

Öffnungszeiten:
Di. – So.: 13:00-18:00 Uhr (bis März); Di. – So.: 13:00-19:00 Uhr (ab April) u. n. V.