18.10.2026 | 19.00 Uhr
Steigt die Sehnsucht
Schmerzhaft
Träume verblassend
Suchend
Sehnend
Ungestillt und wild.“
Mel Bonis, bürgerlich Mélanie Bonis, ist eine Entdeckung.
Die Pianistin Barbara Anton kommt zurück in die Klassik Krise und hat das Wunderwerk der französischen Komponistin als Schatz geborgen. Bonis Violinsonate beginnt mit tiefer Schwermut: Ein Gedanke bricht aus der Enge der eigenen Kammer, entflieht, kehrt zurück, erfüllt mit Leidenschaft, wird kapriziös, mysteriös und unglaublich verspielt – erfüllt Geist mit Licht.
Gabriel Faurés erste Violinsonate ist trotz ihrer Popularität unverbraucht, betörend und überschwänglich. Im zweiten Satz wird selbst das Innehalten zur Ekstase.
Diese braucht es, um durch Karol Szymanowskis Mythen zu streifen. Wenn Arethusa Zukunft und Vergangenheit in Wasser vereint, Narziss seinem Spiegelbild erliegt oder Pan auf seiner Flöte spielt, die aus magischen Schilf besteht, in das sich seine angebetete Waldnymphe verwandelt hat, können unsere Sinne in einen Rausch geraten, der uns wieder an Mythen glauben lässt.
Mel Bonis (1858 – 1937)
Violinsonate fis – Moll op. 112
Moderato – Presto – Lento – Finale con moto
Gabriel Fauré (1845 – 1924)
Violinsonate Nr. 1 A-Dur op. 13
Allegro molto – Andante – Scherzo – Finale: Allegro quasi presto
Karol Szymanowski (1882 -1937)
„Mythen“ Zyklus für Violine und Klavier op. 30
La Fontaine d’Aréthuse
Narcisse
Dyrades et Pan
Barbara Anton – Klavier
Puschan Mousavi Malvani – Violine und Moderation
Eintritt: 30 Euro / 15 Euro ermäßigt
Karten an der Abendkasse ab 18.30 Uhr
Kunstverein Familie Montez, Unter der Honsellbrücke 7, 60314 Frankfurt
