Fr 10.07.26 – 09.08.26 | Vernissage Fr. 10. 07., 18 Uhr

Nadja Bauernfeind und Arnulf Winterhoff kennen sich schon seit der Schulzeit. Sie hat in Offenbach bei Prof. Lincke und Manfred Stumpf studiert, er in Stuttgart bei Prof. Paul Uwe Dreyer. Während für Arnulf Winterhoff das Tageslicht immer schon am wichtigsten ist, bevorzugt Nadja Bauernfeind Abend und Nacht. Was beide trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Kunst verbindet, ist die Darstellung von Landschaften und gegenständlicher Welt als Medium das Ausdrucks ihrer Gefühlswelt. 

Nadja Bauernfeind reizen komplexe Bewegungen und Kraft-Dynamiken, die sie „gestisch-expressiv“’ verarbeitet mittels sich verdichtender und dann wieder auflösender Strich-Gestöber und -Gelage. 

Arnulf Winterhoff ist weniger an konkret bestimmbaren Sujets interessiert, sondern an möglichen Formen der Übersetzung, die den sinnlichen Eindruck in eine abstrakte Version trans-formieren. Von seiner Terrasse aus schaut er in die Wildnis des Altenhainer Tals und malt konzeptuell immer wieder ‚vor dem Motiv‘. 

Lesung: 23.07.26 | 18:00 Uhr

Lesung mit den Frauen des Literaturclubs der Frauen aus aller Welt. Wir lesen aus unserer Anthologie „Außerplanmäßig – Zug-Eskapaden“, die den letztjährigen Buchpreis der Immigrationsbuchmesse gewonnen hat. Die Personen sind leider noch nicht fix, aber auf jeden Fall wird Nadja dabei sein. Insgesamt dann fünf Frauen, die ihre Geschichten aus der Anthologie kurz aaannlesen (ca. 10 – 15 Minuten).

Hier ein paar Infos über unsere Anthologie: Außerplanmäßig – Zug-Eskapaden
Auf einen Zug warten, in einen Zug steigen, während einer Zugfahrt träumen. Die Möglichkeiten sind hierbei unbegrenzt; das Erlebte eine einzigartige Zug-Eskapade in jeder dieser Kurzgeschichten.

So werden wir Zeuge von dem Ausbruch eines Kindes aus seinem monotonen Alltag, blicken auf die bewegenden Momente während der Wende, verlieren uns in Literatur und Liebesgeschichten, erleben einen Horrortrip, lassen uns in andere Dimensionen beamen und träumen uns in fremde Länder, werden Zeuge einer Flucht, machen eine Zeitreise sowohl in die eigene Zukunft als auch die der Fremden, lernen, was Freundschaft ist, begegnen aber auch kriminellen Energien.

Sie alle sind anders und einzigartig, sowohl in der Sprache als auch im Erzählstil, einzig gleich ist das rollende Gefährt.

Das Buch ist im DWG Verlag (Main-Verlag) erschienen.

Unser Literaturclub ist seit gut zwanzig Jahren ein Begegnungsort für schreibende Frauen aus aller Welt. Hier treffen sich überwiegend Frauen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die aber Deutsch als ihre Literatursprache gewählt haben. Auch Autorinnen mit deutscher Muttersprache gehören zu unseren Mitgliedern. Wir verstehen uns einerseits als Textwerkstatt. Gemeinsam mit einem Lektor besprechen wir in unseren monatlichen Treffen die Texte einzelner Autorinnen. In diesem Arbeitsprozess bekommt jede Autorin erste Rückmeldungen zu ihrem Text und lernt, ihren eigenen Stil weiter zu entfalten. Andererseits veranstalten wir öffentliche Lesungen, in denen die Autorinnen ihre Texte präsentieren können. Schließlich hat der Literaturclub bislang sechs literarische Anthologien publiziert.

Webseite: https://literaturclub-frauen.de/