22.3.26 | 19 Uhr

Weil es so schön war, kommt Pianistin Barbara Anton gleich wieder in die Klassik Krise.

  (Credits: B.Anton)

Diesmal stellen wir das Ehepaar Schumann gegenüber. Oft als Traumpaar stigmatisiert, birgt ihre Ehe Abgründe bis ins Unmenschliche. Ihre Musik ist ähnlicher geprägt. Sie zitieren einander und unterscheiden sich doch. Robert schreibt direkter, Clara überlegter, ein Spannungsfeld liegt zwischen ihnen. Eines haben sie gemeinsam: sie berühren tief.
Debussy erliegt seiner Krebserkrankung, lässt den zarten Hauch des Lebens in seine Violinsonate einströmen. Ein Innehalten und letztes Aufbäumen. Sein impressionistischer Stil zeigt hier den Weg in die Moderne.
Dvoraks Romanze f-Moll ist von dunkler Schönheit. Sein böhmisches Herz schlägt den Takt, der melancholische Melodien trägt, die von Lichtblitzen durchzogen werden.
Das Nocturne von Lili Boulanger lässt unsere Sinne beruhigen, bevor uns Ravel mit auf einen psychedelischen Trip nimmt. Eine Parodie der virtuosen Violinmusik wird zu ihrem Gipfel: Tzigane! 

 
Claude Debussy (1862 – 1918): 
 
Sonate g-Moll für Violine und Klavier  (1916/17)
Allegro vivo 
Intermède. Fantasque et léger 
Finale. Très animé
 
Robert Schumann (1810 – 1856)
 
Sonate Nr.1 a-Moll für Violine und Klavier op. 105
Mit leidenschaftlichem Ausdruck
Allegretto 
Lebhaft 
 
Antonin Dvorak (1841 – 1904)
 
Romanze f-moll für Violine und Klavier op. 11
Andante con moto 
 
Lili Boulanger (1893 – 1918)
Nocturne für Violine und Klavier (1911)
 
Maurice Ravel (1875 – 1937)
Rhapsodie de Concert: Tzigane für Violine und Klavier (1924)
 
Barbara Anton: Klavier
Puschan Mousavi Malvani: Violine und Moderation
 
Eintritt: 30 / 15 Euro (ermäßigt)
Karten an der Abendkasse ab 18.30 Uhr