Fr. 25. Okt 2019 / 19:00 -23:00

Astronaut / Still aus 5 Kanal Videoinstallation /“There is a crack in everything” 2018 © Marie Steinmann

PLASTIC UTOPIA 

AUSSTELLUNG VON ALEXANDER ISKIN  UND DEN KINDERN AUS DEN KUNST-KLASSEN VON ONE FINE DAY e.V. KIBERA/NAIROBI,KENIA 

PREVIEW 
FREITAG, 25.OKTOBER 2019 UM 18 UHR.

ERÖFFNUNG / EINFÜHRUNG 
FREITAG, 25. OKTOBER 2019 19:00 – 23:00 UHR

AUSSTELLUNG
SAMSTAG, 26. OKTOBER BIS SONNTAG 17. NOVEMBER TÄGLICH 
AUSSER MONTAGS VON 12:00 – 19:00 UHR

Anfang 2019 lud der Kunstverein Familie Montez den Künstler Alexander Iskin ein, ihre Räume zu bespielen. 

Der Maler entschied sich, drei Monate in Kenia zu verbringen und dort zusammen mit Kindern aus dem größten Slum Ostafrikas zu arbeiten. Die Bilder, die dabei entstanden sind, sowohl seine als auch die der Kinder, werden nun zusammen ausgestellt. 

Zu dieser besonderen Idee hat Alexander Iskin sich von dem deutsch-kenianischen Projekt ONE FINE DAY inspirieren lassen, das seit zehn Jahren Kunstkurse für Kinder in den Slums von Nairobi anbietet. 

ONE FINE DAY wurde 2008 von Marie Steinmann und Tom Tykwer gegründet, um Kindern und Jugendlichen in den benachteiligten Regionen Ostafrikas Zugang zu den Entdeckungsräumen der Kunst zu verschaffen und ihren schwierigen Lebensbedingungen die Kraft der Kunst entgegen zu setzen.

Seit sieben Jahren schickt ONE FINE DAY regelmäßig Künstler und Künstlerinnen nach Nairobi, um den Kindern dort künstlerische Fähigkeiten zu vermitteln. So jetzt auch Alexander Iskin, der diesen Sommer drei Monate in Kibera, Nairobi, verbrachte, um mit Kindern aus der One Fine Day Kunstklasse (Amina, Teddy O., Mary, Pulent, Samuel, Meliki, Obelix, Teddy, Henry, Larry) zu arbeiten und dieses besondere künstlerische Projekt zu entwickeln. Durch das Zusammenspiel von kindlicher Imagination und Alexander Iskin entstanden neue Kunstwerke, die nun im Kunstverein Montez in Frankfurt am Main unter dem Titel „Plastic Utopia“ ausgestellt werden.

Gemeinsam mit den Kindern hat Alexander Iskin Plastikmüll in Kibera gesammelt und diesen ‘künstlerisch zum Leben erweckt’. Objekte, Malerei, Zeichnungen und Videos präsentieren sich als utopische Szenerie in einer raumübergreifenden Installation.

Einzelne Kunstwerke können erworben werden. Der Erlös fließt in das Schulgeld der Kinder und in die Projekte von One Fine Day e.V..

Ergänzend zur Ausstellung ist die Videoinstallation „There is a crack in everything“ von Marie Steinmann zu sehen. 

Die Protagonisten dieser mehrteiligen Video-Arbeit sind fünf Kinder, die im Kibera Slum beheimatet sind. Im Trubel des anbrechenden Tages, inmitten von Wellblech- und Lehmhütten, stehen die Kinder wie angewurzelt, als Ballerina, als Ärztin, Fußballprofi, Pilot und als Astronaut gekleidet – die eigenen Berufsträume repräsentierend. Der Blick ist still auf den Betrachter gerichtet und wirft Fragen zurück: Was wird aus meinen Träumen? Warum lebe ich so? 

 Im Klassenzimmer v. l. n. r.: Obelix, Larry, Teddy, Meliki, Samuel, Teddy O., David, Amina, Mary, Pulent.

Was kannst du tun?

ONE FINE DAY wurde 2008 ins Leben gerufen und engagiert sich seit über 10 Jahren in den Slums von Nairobi, Kenia. Gemeinsam mit kenianischen Künstlern, Tänzern, Akrobaten und Musikern bietet ONE FINE DAY Workshops und Unterrichtsmodule für Kinder und Jugendliche an, damit diese durch die Begegnung mit ihren individuellen gestalterischen Talenten ihr Leben freier, phantasievoller und selbstbestimmter gestalten können. Mittlerweile nehmen 1500 Schüler wöchentlich an den Angeboten teil. 

https://www.onefineday.org/

Unterstützer

Wir bedanken uns bei der Firma Schmincke für einen Koffer Farben, bei Ocean Sole/Nairobi für die Arbeits-materialien und den Workshop, und der Lufthansa Cargo für den Transport der Kunstwerke.